Darwins Alptraum

Offizieller Filmbeschrieb

In den sechziger Jahren setzten Forscher den Nilbarsch, einen hungrigen Raubfisch, im Viktoriasee in Ostafrika aus. Innerhalb von drei Jahrzehnten hat es der Fisch geschafft, fast den gesamten Bestand der ehemals 400 Fischarten auszurotten, während die weissen Filets des Nilbarsches ein weltweiter Exportschlager sind.

In schonungslosen Bildern deckt Hubert Sauper die absurde Situation am Viktoriasee auf: einheimische Fischer, Agenten der Weltbank, heimatlose Strassenkinder, afrikanische Minister, tansanische Prostituierte, russische Piloten. Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Europäischen Filmpreis für den besten Dokumentarfilm.

Hinweise zum Film

"Darwins Alptraum" zeigt schonungslos, was sonst der erhobene Zeigefinger vieler ähnlich gearteter Produktionen verschweigt. Kommentarlos berichtet der Film von Menschen wie Du und ich, die voller Herzlichkeit von einem Leben berichten, dass in unseren Augen allerhöchstens noch in Spendenplakaten der Vorweihnachtszeit sein Dasein fristet. Aber der Dokumentarfilm ist viel mehr als das: Es geht ihm nicht darum, Elend auszustellen oder Mitleid zu erregen.

Der Film deckt Hintergründe auf, so simpel und zugleich hintergründig, wie sie nicht einmal Michael Moore verhandelt. In Alltagsbildern kommen die zu Wort, die keine Spendengelder erhalten. Und selbst wenn, dann wäre keinem der Spender klar, was wirklich geschieht, dort im tiefsten Afrika. Und vor allem ... wer hier von wem profitiert ...! Die wahren Kriegstreiber oder wie auch immer man sie nennen mag, sollte man eigentlich schon ganz gut kennen. Fazit: Für jeden, der einen Fernseher besitzt, sollte dieser Film Pflicht sein.

Weitere Rezensionen

Ein schockgefrorener, bizarr verzerrter Alptraum. – Der Tagesspiegel

Atemberauberndes Kino. Weltkino. – Jury Wiener Filmpreis

Aufregend wie ein Thriller, fesselnd wie ein Krimi, ergreifend wie ein Melodrama. Ein absolutes Muss. – Ouest France

Es hat hier Bildern, die die furchterregende Erhabenheit eines Bildes von El Greco oder Hieronymus Bosch haben: Reihen von riesigen, faulen Fischköpfen, die aus dem Boden herausragen; Kinder, die Abfall in provisorisches Spielzeug verwandeln. Dieser schonungslose und ebenso schockierende Film zeigt die dunkle Seite der Globalisierung. – New York Times

Hubert Sauper ist in seiner Aussage nie demonstrativ. Seine Fähigkeit zuzuhören und sein empathischer - aber den Gesprächspartnern gegenüber nie herablassender - Blick rufen Achtung und Bewunderung hervor. – Studio Magazine

Dass der Westen die natürlichen Ressourcen in der Dritten Welt ausbeutet, mag ja keine Neuigkeit mehr sein, aber dieser absolut zwingende Film schafft es, das Thema auf unvergessliche Art zu beleuchten. – BBC

Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Hubert Sauper
Drehbuch: Hubert Sauper
Produktion: Hubert Sauper, Edouard Mauriat, Antonin Svoboda, Martin Gschlacht, Barbara Albert, Hubert Toint, Mille et une productions, coop99 filmproduktion, Saga Film
 
Entstehungsjahr: 2004
Dauer: 107 min
Sprache (Ton): Englisch
Sprache (Untertitel): Deutsch, Französisch
Entstehungsland: Österreich, Frankreich, Belgien
Drehorte: Tansania
Unsere Altersempfehlung: 16
 
Filmrechte: LookNow! (Schweiz) | Ascot Elite Home Entertainment AG ()

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Verfügbarkeit...

Tags

Hauptthema: Essen global
Nebenthema: Afrika Globalisierung
Erwähnungen: Nilbarsch Raubfisch Afrika Viktoriasee Filets Export ausrotten
Themenseite(n): Essen global

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