Landraub

Die globale Jagd nach Ackerland

Offizieller Filmbeschrieb

"Kaufen sie Land. Es wird keines mehr gemacht“ – Mark Twain

Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Nach der Finanzkrise 2008 hat das globale Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckt. Mit dem Landraub wollen die Reichsten der Welt sich Zugriff auf die wichtigste Ressource dieser Welt sichern. Statt Bauern bestimmen dann Profitinteressen über die Böden.

Wenn wir den Raubzug nicht verhindern, werden unsere Lebensgrundlagen zerstört. "Landraub" portraitiert die Investoren und die Bauern. Die einen sprechen von Wohlstand für alle. Die anderen erzählen von Vertreibung und Versklavung.

"Landraub" erzählt in großen Bildern von den Folgen. Der Verbrauch an Wasser, Chemie und Energie ist in der Agrarindustrie enorm. "Landraub" zeigt die Dimensionen. Eine Fläche halb so groß wie Europa wurde bereits aufgekauft. "Landraub" erzählt, was das mit uns zu tun hat. Es sind Programme der EU, die zu Mega-Plantagen führen. "Landraub" wühlt auf, macht nachdenklich und animiert zum aktiven Tun.

Hinweise zum Film

Themen: Landraub, Agrarwirtschaft, Regenwald, EU-Hilfsprogramme, Palmöl, Bio-Kraftstoffe, Kolonialismus

Unterrichtsfächer: Politik, Religion, Ethik, Geographie und Wirtschaftskunde, Biologie und Umweltkunde

Ein wichtiges und wirklich dramatisches Thema, dementsprechend ist auch der Film sehr sehenswert.

Der Film zeigt zwar, dass in sehr vielen Produkten Palmöl drin ist, aber leider nicht sehr ausführlich, was einem das direkte Handeln darauf schwer macht. Mehr Fokus auf Handlungsoptionen wäre sehr gut gewesen.

Zudem diskutiert er nicht das Label "Roundtable of Sustainable Palmoil Production" des WWF, welches stark kritisiert wird, aber den Anschein gibt, es gäbe nachhaltige Lösungen. Der Film geht kaum auf ökologische Zusammenhänge ein (Klima, Gifte, Böden, Tiere), dafür wird die soziale Dimension klar aufgezeigt.

Die eingeblendeten Zahlen und Fakten sind nicht überprüfbar und machten uns skeptisch (evtl. starke Vereinfachungen).

Der Film zeigt als vielleicht einziger wie die Palmöl-Ernte und -Produktion geschieht; gut mal zu sehen!

Weitere Rezensionen

Ein denkwürdiger, bildgewaltiger und dringend sehenswerter Film. – SWR

Am Land wollen alle verdienen. Und so sind die Passagen am stärksten, in denen die sachlich ihre Profitinteressen erläuternden Agrarmanager mit den Aussagen von traditionellen Bauern kontrastiert werden. – Tagesspiegel

Drei Kameraleute sorgen für so beeindruckende wie bedrückende Bilder von Monokulturen, Mähdreschern und Märkten für wohlhabende Länder. Keine Anklage, sondern ein Film, der Zusammenhänge sichtbar und verständlich macht. – Hans Gerold, Westfälische Nachrichten

In ruhigen, aber wuchtigen Bildern erzählen Kurt Langbein und Christian Brüser in ihrem Dokumentarfilm "Landraub" fünf Geschichten, … wie man mit Geld Bauern mordet. Eine wichtige Dokumentation. – Eckhard Fuhr, Die Welt

Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Kurt Langbein, Christian Brüser
Drehbuch: Kurt Langbein, Christian Brüser
Produktion: Langbein und Partner
Musik: Thomas Kathriner
 
Entstehungsjahr: 2015
Dauer: 92 min
Bildformat: 16:9
Sprache (Ton): Deutsch, Englisch
Sprache (Untertitel): Deutsch
Entstehungsland: Österreich
Unsere Altersempfehlung: 14
 
Filmrechte: Autlook Film Sales () | Filmladen Filmverleih (Österreich) | Movienet Filmverleih (Deutschland)

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Verfügbarkeit...

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Tags

Hauptthema: Essen global
Nebenthema: Boden Globalisierung Intensive Landwirtschaft Subventionen Wald
Erwähnungen: ackerland global finanzkapital ressourcen vertreibung versklavung plantagen
Themenseite(n): Essen global

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