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Die Rote Linie

Vom Widerstand im Hambacher Forst

"Die Rote Linie" erzählt den Protest gegen die Vernichtung des Hambacher Forstes und den Widerstand gegen den Braunkohleabbau aus Sicht verschiedener Gruppen, die sich erst alleine, dann gemeinsam gegen den Energieriesen RWE stellen. Eine lokale David-gegen-Goliath-Geschichte unabdingbar mit den global relevanten Themen Klimawandel, Energiepolitik und ziviler Protestbewegung verknüpft. Der Hambacher Forst ist zu einem Symbol des Widerstandes gegen die bisherige Energiepolitik geworden. Die Auseinandersetzungen um die Räumung des Waldes im Herbst 2018 haben gezeigt, wie dringend die Diskussion um einen früheren Braunkohleausstieg für viele Menschen ist. "Die Rote Linie" beobachtet, begleitet und mischt sich ein. Nebenbei erleben wir die Entstehung einer Bürgerbewegung, und diskutieren die Frage, wann die Rote Linie überschritten ist und ab welchem Punkt sich Menschen über die persönliche Betroffenheit engagieren.

„Die rote Linie“ ist ein höchst relevanter Film, der zu erstaunen vermag. Er zeigt den Einfluss des Menschen auf die die Umwelt, die Zerstörung der Natur zur Energiegewinnung, aber auch den Einfluss der Menschen im Kampf gegen die Zerstörung. Der Film ist somit nicht durchaus negativ, sondern erlaubt auch einen hoffnungsvollen Blick.

Die Dramaturgie des Films ist gelungen und er ist sowohl emotional als auch intellektuell stimulierend. Die Aussagen werden durch Zahlen und Fakten belegt und mit empirischen Beispielen untermauert. „Die rote Linie“ zeigt Handlungsoptionen auf und lehrt die Verantwortlichkeit jedes Einzelnen beim Schutz der Natur.

Die handwerkliche Qualität rundet schliesslich den durchwegs positiven Eindruck ab, den der Film hinterlässt. Bild und Aussage passen stets zusammen, die Argumentation ist stimmig und nachvollziehbar, Schnitt, Kameraführung und Filmmusik überzeugen.

„Die rote Linie“ wurde für das offizielle Programm des Filme für die Erde Festival 2019 gewählt.

Regie: Karin de Miguel Wessendorf
Drehbuch: Karin de Miguel Wessendorf
Produktion: Thurnfilm, WDR, ThurnFilm
Musik: Fabian Berghofer
 
Entstehungsjahr: 2019
Dauer: 115 min
Unsere Altersempfehlung: 14
Entstehungsland: Deutschland
Drehorte: Deutschland
 
Filmrechte: mindjazz pictures ()
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Hauptthema: Potential Mensch
Nebenthema: Mut Politik Wald Zusammenarbeit Aktivismus
Erwähnungen: Nordrhein-Westfalen RWE-AG Kohleabbau Besetzung Proteste Anti-Kohlekraft-Bewegung Umweltzerstörung Kohlewirtschaft Artenbedrohung Baumbesetzer Waldrodung Wald-retten-Kohle-stoppen
Themenseite(n): Potential Mensch Festival-Auszeichnungen

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