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The Power of Community

Wie Kuba ohne Öl überlebte

Als Kuba in den frühen 90ern Zugang zu sowjetischem Öl verlor, erlebte es eine unmittelbare Krise - die Ernährung der Bevölkerung - und die andauernde Herausforderung, sich als Niedrig-Energie-Gesellschaft neu zu erfinden. Kuba wechselte von grosser öl-intensiver zu kleinerer Landwirtschaft, weniger energieintensivem Bio-Anbau und städtischen Gärten und von einer hochindustriellen Gesellschaft zu einer nachhaltigeren.

Der Film erzählt die Geschichten von Entbehrungen, Erfindungsreichtum und Triumph über unerwartete Not - mittels "Zusammenarbeit, Einsparung und Gemeinschaft“, wie Kubaner es selbst ausdrücken. Während die Welt das Ölfördermaximum erreicht, gibt uns Kuba ein wertvolles Beispiel, wie wir die Herausforderung, unseren Energiebedarf zu verringern, erfolgreich angehen können.

"The Power of Community" zeigt in einem ersten Teil das Phänomen Peak Oil auf, in einem zweiten viele Lösungen, welche man manchmal vor lauter Ingenieurgeist und Machbarkeitsfantasien vergisst. Kurzweilig, aber auch anspruchsvoll behandelt er die vom Öl-Ausfall betroffenen Aspekte der Gesellschaft (Ernährung, Mobilität, Wohnen, Bildungssystem). Er zeigt die Stärke von lokalen Wertschöpfungskreisen und einer generationenübergreifenden Initiative auf und dass ein Umstieg in eine Niedrig-Energie-Gesellschaft so machbar ist. Er bringt auf den Punkt, dass es um den Bewusstseinswandel in der Bevölkerung geht: “It's not technology, its human relationships”.

"The Power of Community" eignet sich gut für Events und als Weitergabe-DVD, aber auch für Schulen wie Gymnasien, Unis, Fachhochschulen und gebildete MultiplikatorInnen und inspiriert zu interessanten Gesprächen nach dem Film.

Hauptfilm am Filme für die Erde Festival 2011.

"The Power of Community" vermittelt intelligent, berührend und flüssig Zusammenhänge und Fakten. Er bietet einen guten Bezug zum Thema Lebensgrundlagen und ökologische Basis.

Gute journalistische Leistung, Dokumentationsqualität und Interviews bringen auch einige selten gezeigte Dinge ans Licht.

Der Film ist voller empirischer Beispiele und zeigt damit eine positive Vision auf, wenngleich auch nicht mit einer systemischen, planetarischen oder spirituellen Perspektive wie andere Filme. Trotzdem zeigt er die Beziehung der Lebensart zu Glück, Sein und Erfüllung auf, spricht Verantwortlichkeit an und weckt so Handlungswillen.

Was das Filmische betrifft, sind ästhetische Qualität, Bilder, Schnitt, Musik, Kameraführung und Filmmusik ok. Der logische Aufbau des Films ist einsichtig, der Bezug von Bildern zu Inhalten ebenso.

Regie: Faith Morgan
Drehbuch: Faith Morgan, Megan Quinn Bachman, Eugene Pat Murphy
Produktion: Faith Morgan, Communitiy Solutions
 
Entstehungsjahr: 2006
Dauer: 53 min
Unsere Altersempfehlung: 16
Sprache (Ton): Englisch
Sprache (Untertitel): Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch, Mandarin, Dänisch
Entstehungsland: Vereinigte Staaten, Kuba
Drehorte: Kuba
 
Filmrechte: Community Solutions ()
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Hauptthema: Energie
Nebenthema: Erneuerbare Fahrrad Klima ÖV Suffizienz Urban Agriculture Zusammenarbeit
Erwähnungen: Kuba Öl Krise Bevölkerung Not Zusammenarbeit Gemeinschaft
Themenseite(n): Energie Festival-Auszeichnungen

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Inhalte

Unterhaltungswert

Wissenschaftlichkeit + journalistische Leistung

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Bilder, Musik, Handwerk


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