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5.1/6

Tomorrow

Lösungen zeigen und Wohlfühl-Geschichten zu erzählen sind vielleicht die besten Wege, um die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Krisen unserer Zeit zu lösen, durch welche unsere Länder gehen. Nach einem ungewöhnlichen Briefing mit mit den Nature Magazin über das Aussterben der Menschheit vor dem Ende des 21. Jahrhunderts, machen sich Cyril Dion und Mélanie Laurent auf: Zusammen mit einem Team von vier Menschen beginnen sie eine Recherche in 10 verschiedenen Ländern um rauszufinden, was zu diesem Desaster führt und vor allem, wie es vermieden werden kann.

Während ihrer Reise treffen sie Pioniere, welche Landwirtschaft, Energie, Wirtschaft, Demokratie und Bildung neu erfinden. Indem sie sich diesen konkreten und positiven Aktionen anschliessen, beginnen sie die Welt von morgen zu erfahren…

Der Film zeigt Experimente von motivierten Pionieren, die eine nachhaltigere Welt erschaffen möchten. Die Beispiele sind in vielen Fällen nicht unbedingt übertragbar auf Gesamtsysteme.

Gleichzeitig muss erwähnt werden, dass einige Aussagen nicht korrekt sind, insbesondere im Teil zu Finanzen, dass Banken als Gelderschaffer dargestellt werden. Dies ist geldwirtschaftlich verkürzt und vereinfacht dargestellt und kann dadurch zu falschen Interpretationen verleiten. Der Mechanismus, dass Geld kurzfristig (100% temporär) “erschaffen” wird, hängt mit der Mechanik des Kreditgebens zusammen, nicht mit dem Entscheid einer Bank. Insgesamt kann eine Bank nur einen Teil davon ausleihen, was sie an Einlagen hat.

"Tomorrow“ ist eine Dokumentation, die Menschen stark inspiriert. Der lösungsorientierte Film richtet sich an ein breites Publikum und vermittelt einen starken Appell an unser Verantwortungsbewusstsein.

"Tomorrow“ stellt viele und eindrückliche Verbindungen zur eigenen Lebenswelt her und zeigt dabei sehr viele beeindruckende und sehr gut eingebrachte Lösungsvorschläge und Experimente auf.

"Tomorrow“ ist ein intelligenter und überaus unterhaltsamer Film, der Sinne und Emotionen anregt. Er vermittelt Zusammenhänge sehr deutlich und veranschaulicht den menschlichen Einfluss auf die Erde und auf das Leben insgesamt.

Der Film ist sehr inspirierend: Er transferiert Handlungswille und Initiativkraft und weckt eine hohe Wertschätzung und Achtung für unseren Planeten.

Der logische Aufbau des Films ist sehr gut nachvollziehbar, die Spannungskurve verläuft eher gleichmässig. Die ästhetische Qualität der Bilder ist gut. Technisch überzeugen vor allem die Filmmusik und ein bemerkenswerter Schnitt.

Regie: Melanie Laurent, Cyril Dion, Mélanie Laurent
Drehbuch: Cyril Dion
Produktion: France 2 Cinéma, Movemovie, Mars Films, Mely Productions, Bruno Levy, Stéphane Célérier, Valérie Garcia
Musik: Fredrika Stahl
 
Entstehungsjahr: 2015
Dauer: 118 min
Bildformat: 16:9
Unsere Altersempfehlung: 16
Sprache (Ton): Deutsch, Französisch, Englisch
Sprache (Untertitel): Deutsch, Französisch, Englisch, Hindi
Entstehungsland: Frankreich
Drehorte: Dänemark, Frankreich, Indien, Vereinigte Staaten, Finnland, Vereinigtes Königreich, Island
 
Filmrechte: Pandora Film (Deutschland) | Filmcoopi Zürich AG (Schweiz) | Elle driver ()

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