Weggeworfen

Kein Platz für Abfälle

Offizieller Filmbeschrieb

Müll ist eine globale Herausforderung, die jeden betrifft - das zeigt Jeremy Irons in "Weggeworfen". Der Schauspieler begibt sich dazu auf eine aufrüttelnde Reise rund um den Globus: zu gigantischen Müllbergen, dem Großen Pazifikmüllfleck und unterirdischen Giftgruben.

Was auf den ersten Blick wie eine Dünenlandschaft aussieht, entpuppt sich dabei schnell als gigantische Müllhalde - direkt am Meer. Täglich wird hier, im libanesischen Sidon, neuer Müll abgeladen und jedes Mal rutscht dabei ein Teil des Abfalls ins Mittelmeer. Und spätestens damit wird der libanesische Müll auch zu unserem Problem, wenn er sich in unseren Speisefischen wiederfindet.

So wird Irons und dem Zuschauer schnell klar, dass das Vergraben oder Verbrennen - hierzulande gängiger Umgang mit dem Problem - keine dauerhafte Lösung sein kann. Irons zeigt in seinem Film außerdem, dass im Kreislauf der Erde alles wiederkehrt und sich zum Beispiel mikroskopisch kleine Plastikteilchen in Speisefischen anreichern, und dass Dioxine in Böden und Luft verheerende Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben.

"Weggeworfen" ist eine Dokumentation, die wachrüttelt. Bei all den dramatischen Bildern gibt es aber Hoffnung auf eine Lösung, zu der jeder Einzelne beitragen kann: weniger Müll produzieren.

Bewertung der Filmjury

"Weggeworfen" greift ein Thema von hoher Relevanz auf und stellt einen sehr starken Bezug zu unseren Lebensgrundlagen her. Zusammenhänge werden gut und aus unterschiedlichen Optiken vermittelt. Der Film ist von guter Recherche und Qualität, bewegt sich jedoch in einem bereits viel dokumentierten Gebiet und fügt diesem wenig Neuigkeitswert hinzu und er geht nur vereinzelt auf vorbildliche Beispiele ein.

Es ist anspruchsvoll "Weggeworfen" zu folgen. Der Film ist zwar durchaus intelligent, aber weniger anregend. Dementsprechend gelingt eine klare Vermittlung von Fakten wie auch eine angemessene Relativierung des heute bekannten Wissens. Anhand vieler empirischer Beispiele wird detailliert der Einflusses des Menschen auf die Erde aufgezeigt.

Emotional vermag "Weggeworfen" allerdings nur wenig Wirkung zu entfachen. Er weckt zwar eine planetare Perspektive, inspiriert den Zuschauer aber nur gering mit Handlungswillen.

"Weggeworfen“ wartet mit ästhetischen Bildern auf, die gut von Kameraschnitt und Filmmusik ergänzt werden. Der Film ist logisch aufgebaut, in der Dramaturgie aber gleichmässig spannend.

Weitere Rezensionen

Diese Plastikwasserflasche in der Hand fühlt sich so gefährlich wie ein Molotow-Cocktail an. – New York Times

Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Candida Brady
Drehbuch: Candida Brady
Produktion: Candida Brady, Jeremy Irons, Titus Ogilvy, Tom Wesel, Blenheim Films, Rose Pictures
Musik: Vangelis
Akteure: Jeremy Irons
 
Entstehungsjahr: 2012
Dauer: 97 min
Bildformat: 16:9
Sprache (Ton): Deutsch, Englisch
Entstehungsland: Vereinigte Staaten
Drehorte: Frankreich, Vietnam, Indonesien, Vereinigte Staaten, Libanon
Unsere Altersempfehlung: 16
 
Filmrechte: Tiberius Film GmbH (Deutschland)

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Tags

Hauptthema: Upcycling, Recycling + Abfall
Nebenthema: Externalisierung Gift
Erwähnungen: jeremy irons müll abfall berge planet entsorgung
Themenseite(n): Upcycling, Recycling + Abfall

Bewertung

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Wissenschaftlichkeit + journalistische Leistung

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