The Corporation

Offizieller Filmbeschrieb

"The Corporation" stellt die Frage nach der geistigen Gesundheit einer Institution, die sich nur um Gewinn kümmert, und nicht um andere Aspekte: Das Unternehmen, eine rechtliche Person ohne Körper, auf die Spitze getrieben. Wer jetzt einen Hassfilm auf die Marktwirtschaft erwartet, wird überrascht:

Mark Achbar und Jennifer Abbott interviewen 40 Konzernchefs und leitende Manager aus allen Wirtschaftsbereichen: Öl- und Pharmaindustrie, Reifenherstellung, Schwerindustrie, PR, Branding, Werbung, verdecktes Marketing.

Sachlich im Tonfall lässt der Film Insider zur Sprache kommen und enthüllt so den absurden Wahnsinn, aber auch die erstaunlichen Zwänge des grosswirtschaftlichen Alltags.

Hinweise zum Film

Besonders hervorstechend sind die Interviews mit Ray Anderson, dem CEO einer der grössten Teppichfabriken weltweit und wie er sein Unternehmen ganz auf Nachhaltigkeit trimmt. Ein sehr interessanter Einblick, der manche Projektionen auf Grosskonzerne durchbricht.

Die englische Doppel-DVD bietet noch 8 Stunden Zusatzmaterial, anwählbar über Personennamen oder Themen. Eins spannender als das andere.

Bewertung der Filmjury

"The Corporation" ist ein intelligenter und anspruchsvoller Film, vollgepackt mit einer wahren Flut an Wissen und Fakten. Er eignet sich für (Berufs-)Mittelschulen, Universitäten, Lehrpersonen und gebildete MultiplikatorInnen, wobei wir aufgrund der Informationsdichte empfehlen, den Film vorzubereiten und in 2 Etappen anzuschauen.

Es werden viele Zusammenhänge vermittelt, die Verbindung zur eigenen Lebenswelt wird vorstellbar und der menschliche Einfluss auf die Erde wird gut sichtbar gemacht.

Das Thema war schon recht bekannt, trotzdem überzeugt "The Corporation" vor allem mit guten Interviews, fundierter Recherche und hoher Relevanz in Bezug auf unsere ökologische Lebensgrundlage.

Die Schwäche des Films liegt klar im Transfer eines Momentums - die zentralen Aussagen gehen in der Flut der schlecht aufeinander abgestimmten Informationen unter. Schade, denn der Inhalt wäre durchaus spannend und für Denkanstösse geeignet.

Der unsorgfältige Aufbau macht den Film schwer verdaulich und schadet dem Spannungsverlauf vor allem in der zweiten Hälfte. Bilder und Szenen sind von mässiger Qualität und wenig einzigartig. Die Verwendung einiger erschreckend brutaler Szenen ist nicht einsichtig. Kameraführung und Schnitt sind gerade noch akzeptabel, die Filmmusik zweitklassig.

Für diesen Film wäre weniger mehr gewesen.

Weitere Rezensionen

Einer der spannendsten Filme dieses Jahres aller Genres, nicht nur der Dokumentation... Sensationell! – The New York Sun

Eine provokante, unterhaltsame und streckenweise beängstigende Dokumentation. – Indiewire

Fesselnd für das Auge und sehr witzig. – LA Weekly

Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Mark Achbar, Jennifer Abbott
Drehbuch: Mark Achbar, Joel Bakan
Produktion: Mark Achbar, Big Picture Media Corporation, Bart Simpson
Musik: Leonard J. Paul
Akteure: Vandana Shiva, Michael Moore, Naomi Klein, Oscar Olivera, Noam Chomsky, Mikela Jay, Ray Anderson, Joe Badaracco, Robert Benson, Elaine Bernard, Edwin Black, Thomas D'Aquino, Milton Friedman, Sam Gibara, Robert Hare, Robert Keyes, Mark Kingwell, Pierre Pettigrew
 
Entstehungsjahr: 2003
Dauer: 145 min
Bildformat: 16:9
Sprache (Ton): Englisch, Spanisch
Sprache (Untertitel): Deutsch
Entstehungsland: Kanada
Drehorte: Kanada, Vereinigte Staaten
Unsere Altersempfehlung: 16
 
Filmrechte: Films Transit International Inc. ()

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Tags

Hauptthema: Multinationale Wirtschaft & Fairtrade
Nebenthema: Externalisierung Globalisierung Marketing
Erwähnungen: Gesundheit Institution Wirtschaft Markt Öl Pharma Manager
Themenseite(n): Multinationale Wirtschaft & Fairtrade

Bewertung

Inhalte

Unterhaltungswert

Wissenschaftlichkeit + journalistische Leistung

Transfer eines Momentums

Bilder, Musik, Handwerk


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