Let's Make Money

Was macht die Bank mit unserem Geld?

Offizieller Filmbeschrieb

Denkanstoss zu "Let's Make Money" war der Werbespruch einer Bank: “Lassen Sie Ihr Geld arbeiten!”. Und so folgt dieser Film dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren… "Let's Make Money" zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Oder Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. "Let's Make Money" zeigt kurz gesagt mehrere Ebenen des Finanzsystems und deren Konsequenzen für unser Leben.

Scheinbar unentwirrbare Transaktionen und undurchdringliche Zusammenhänge werden auf einfache Prinzipien zurückgeführt und in konzentrierten Gesprächen mit überzeugenden Fachleuten auf den Punkt gebracht.

Wagenhofer hat ein Talent, Leuten wie dem Ressortleiter des Wirtschaftsteils der NZZ, eine Bühne einzurichten, auf der sie unbeschwert sich selbst präsentieren. Kommentar überflüssig, Selbstentlarvung ist das Prinzip, das Publikum ist eingeladen mitzudenken.

Hinweise zum Film

Erwin Wagenhofer enttäuscht auch mit seiner zweiten Doku "Let's Make Money" nicht. Der Film baut sich zum Finale spannend auf, Protagonisten werden neutral vorgestellt und kommentieren sich selbst, Zusammenhänge bildlich genial dargestellt. Vieles ist neu und erstaunt in seiner Absurdität, die man sich vorher nicht hätte ausmalen können. Tragikomik, Aufklärung, künstlerische Originalität, auch was die Zusammenhänge von Geld zu Natur und Umwelt ganz direkt betrifft.

Der Film eignet sich sowohl für einen intelligenten Abend mit Freunden, als auch für den Unterricht oder besondere öffentliche Events.

Er lässt den Zuschauer in diesem typischen Zustand aus dem Kino, den wir von den anderen Dokumentarfilmen kennen: Erstaunt, bewegt und durchgerüttelt, mit Blick aufs globale Vernetztsein und mit der Frage nach der zukünftigen Bestimmung von Mensch und Erde.

Weitere Rezensionen

Wagenhofer entwirft in aller Ruhe, umso erschreckender, die Feinzeichnung der Hintergründe des nun drohenden Wirtschaftskollaps - und positioniert seinen Film als deutliches Plädoyer für die Regulierung der Finanzindustrie. – Stefan Grissemann, Profil

Trotz aller eigenen Einsicht, mit der Erwin Wagenhofer nach dem internationalen Erfolg seines dokumentarischen Welternährungs-Thrillers "We Feed The World" nun noch viel tiefer ins Schwarze trifft, hat er dies kaum ahnen können: dass sein bereits 2006 begonnenes Opus "Lets Make Money" jetzt einschlägt wie von allen Kassandren gerufen. – Peter von Becker, Tagesspiegel

Der Kinofilm zur Weltkrise. – Kurier

Wagenhofer verzichtet auf den Gestus eines skandal-behauptenden Aufdeckungsjournalismus à la Michael Moore und findet stattdessen mit nüchterner Sachlichkeit reale Bilder für den längst nur noch im Abstrakten stattfindenden Warenhandel und Geldtransfer. – Dominique Gromes, The Gap

Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Erwin Wagenhofer
Drehbuch: Erwin Wagenhofer
Produktion: Allegro Film
Akteure: Mark Mobius, Mirko Kovats, Gerhard Schwarz
 
Entstehungsjahr: 2008
Dauer: 107 min
Sprache (Ton): Deutsch
Sprache (Untertitel): Deutsch
Entstehungsland: Österreich
Drehorte: Schweiz, Deutschland, Österreich, Indien, Vereinigte Staaten, Spanien, Ghana, Vereinigtes Königreich, Singapur, Burkina Faso
Unsere Altersempfehlung: 16
 
Filmrechte: Filmladen Filmverleih (Österreich) | Delphi Filmverleih (Deutschland) | Celluloid Dreams ()

Weiterführendes...

Verfügbarkeit...

DVD kaufen

Du kannst ihn ebenso kostenpflichtig anschauen bei:

iTunes Amazon

Tags

Hauptthema: Multinationale Wirtschaft & Fairtrade
Nebenthema: Externalisierung Geld Globalisierung Infrastruktur
Erwähnungen: Geld Bank Aktionäre Finanzen System Ausbeutung Umwelt
Themenseite(n): Multinationale Wirtschaft & Fairtrade

Film aufführen DVD kaufen

Filmtipps

Weitere FIlme