Dirty Gold War

Offizieller Filmbeschrieb

Eine Fabel über die Goldindustrie. Eine Reise hinter die Kulissen dieses überaus gewinnträchtigen Wirtschaftszweigs. Auf der einen Seite die schillernden Auslagen der Juweliergeschäfte und die Luxusindustrie, auf der anderen Seite die Lebensbedingungen der Menschen, die unter dem Fluch des schmutzigen Goldes leiden, von den Indianern bis hin zu den Aktivisten, die gegen dieses undurchsichtige Kartell kämpfen. Ein Film, der dem Zuschauer einen neuen Einblick in diesen Industriezweig gewährt und einen Beitrag leistet zur unerlässlichen Debatte für einen verantwortungsvolleren Goldabbau.

Hinweise zum Film

Sowohl der Abbau wie auch bei der Weiterverarbeitung von Ressourcen wie Gold können zu schwerwiegende Schäden in der Natur führen. Neben den Umweltschäden beeinträchtigt der Abbau von Gold auch der Leben der indigenen Bevölkerung.

Der Film ist sehenswert, da er der einzige uns bekannte Film zu diesem Thema ist. Er stellt ausserdem einen grossen Bezug zur Schweiz her, die als grösster Goldimporteur weltweit gilt (2’500 Tonnen pro Jahr).

Bewertung der Filmjury

"Dirty Gold War“ zeigt, dass Gold nicht nur glänzt. Gut recherchiert, beleuchtet der Film die Intransparenz der Rohstoffmärkte und schafft es, Zusammenhänge gut zu vermitteln sowie einsichtige Verbindungen zur eigenen Lebenswelt herzustellen. Der Film macht auf eine Problematik aufmerksam, derer sich viele Menschen nicht bewusst sind, die aber wohl von hoher Relevanz ist.

Sehr eindrücklich deckt "Dirty Gold War“ anhand von Einzelbeispielen in Peru die durch die Goldgewinnung verursachte Umweltzerstörung und die damit in Verbindung stehende Missachtung der Menschenrechte auf. Der Film fokussiert dabei stärker auf die sozialen Auswirkungen, löst damit starke Betroffenheit aus und regt zum Nachdenken an. Was fehlt, ist das Aufzeigen von Lösungsvorschlägen und der Aufruf zum Handeln.

"Dirty Gold War“ ist logisch aufgebaut und lässt sich gut verfolgen. Filmtechnisch hat er weniger zu bieten: Schnitt, Kameraführung und Filmmusik sind gut, die Spannungskurve verläuft gleichmässig. Was überzeugt, ist das zum Teil noch nie gezeigte Bildmaterial.

Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Daniel Schweizer
Produktion: Rita Productions, Max Karli, Pauline Gygax
Musik: Ovidio Zimcea
 
Entstehungsjahr: 2015
Dauer: 68 min
Bildformat: 17:9
Sprache (Ton): Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch
Sprache (Untertitel): Deutsch, Französisch
Entstehungsland: Schweiz
Drehorte: Schweiz, Brasilien, Peru, Vereinigtes Königreich
Unsere Altersempfehlung: 16
 
Filmrechte: Rita Productions () | Agora Films (Schweiz)

Weiterführendes...

Tags

Hauptthema: Multinationale Wirtschaft & Fairtrade Ressourcen-Abbau
Nebenthema: Bevölkerung Globalisierung Urban Mining
Erwähnungen: gold industrie wirtschaft kartell abbau armut luxus
Themenseite(n): Ressourcen-Abbau Multinationale Wirtschaft & Fairtrade

Bewertung

Inhalte

Unterhaltungswert

Wissenschaftlichkeit + journalistische Leistung

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Bilder, Musik, Handwerk


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