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4.6/6

Unsere Wildnis

Als die letzte Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren endete, kehrten auch die Jahreszeiten nach Europa zurück. Nicht länger herrschte andauernder Winter. Frühling, Sommer und Herbst hielten wieder Einzug und ausgedehnte Wälder bedeckten den ganzen Kontinent - bevölkert von zahllosen Tier- und Pflanzenarten. In faszinierenden Bildern zeigt "Unsere Wildnis", wie sich die Natur unaufhörlich unter dem menschlichen Einfluss wandelt. Aus der Perspektive von Flora und Fauna wird uns die Schönheit und Harmonie der ursprünglichen Wildnis vor Augen geführt, die nach und nach unter der zunehmenden Einwirkung des Menschen schwindet. Die Tier- und Pflanzenwelt muss sich den ständig wechselnden Bedingungen an-passen. Einheimische Tierarten wie Wildpferde, Wölfe und Bären werden verdrängt, aber die Natur findet immer wieder Wege, sich im neuen Lebensraum zu entfalten.

"Unsere Wildnis" ist eine poetische Chronik unseres Lebensraums und eine Hymne auf die Mysterien der Natur. Vom Fuchsbau tief im Wald bis zu den im Laufe der Jahre immer größer werdenden Ansiedlungen der Menschen zeigt "Unsere Wildnis" den Zauber sowie die unglaubliche Vielfalt des Lebens und weckt Hoffnung auf ein friedliches Miteinander aller Geschöpfe auf diesem Planeten.

Nach den Publikumserfolgen "Unsere Ozeane“, "Nomaden der Lüfte“ und "Mikrokosmos“ begeben sich Jacques Perrin und Jacques Cluzaud mit ihrer Dokumentation auf eine Entdeckungsreise durch Europa und durch die Jahrtausende. Ebenso einzigartige wie beeindruckende Bilder unseres Kontinents und seiner Bewohner sind dabei entstanden, die den Zuschauer in ihren Bann ziehen und deren atemberaubende Schönheit man nicht so schnell vergisst. Der Schauspieler Sebastian Koch ("The Danish Girl“, "Bridge of Spies“, "Das Leben der Anderen“) übernimmt die Rolle des Erzählers in der deutschen Fassung.

Der Film hat ein gutes Tempo für Kinder: eher langsam, aber nicht zu langsam.

Hauptsächlich mit der Bildsprache arbeitend, zeigt der Film die Tiere des Waldes äusserst nah und atemberaubend, was zu einer emotionalen Identifikation führt. Der Film sticht durch die Vielfalt der gezeigten Säugetiere und Vögel hervor. Er weckt gleichzeitig die Wertschätzung für die Schönheit der Wildnis und zeigt unseren Einfluss darauf.

Ausgewählt für das Filme für die Erde Festival 2016.

"Unsere Wildnis“ erschafft durch eine exzellente Dokumentationsqualität eine starke Verbindung zur eigenen Lebenswelt und stellt einen starken Bezug zu unserer Lebensgrundlage her. Es macht Spass, diesen flüssigen Film anzuschauen, der seelisch und vor allem auch sinnlich sehr anregend daherkommt.

"Unsere Wildnis“ berührt emotional. Diese Wirkung wird nur gering in einen konkreten Handlungswillen transferiert, dennoch gelingt es dem Film, neugierig verspielt Achtung und Wertschätzung der natürlichen Vielfalt zu wecken.

Aus filmtechnischer Sicht ist „Unsere Wildnis“ grossartig und wartet mit ausserordentlichen Bildern, noch nie gefilmten Szenen, fantastischem Schnitt und sehr bemerkenswerter Kameraführung auf. Der Film gleicht einem Kunstwert für sich und wird von sehr guter Musik untermalt.

Regie: Jacques Perrin, Jacques Cluzaud
Drehbuch: Jacques Perrin, Jacques Cluzaud, Stéphane Durand
Produktion: France 2 Cinéma, Galatée Films, Pathé, Pandora Film, Jacques Perrin, Nicolas Elghozi
Musik: Bruno Coulais
 
Entstehungsjahr: 2015
Dauer: 93 min
Bildformat: 16:9
Unsere Altersempfehlung: 6
Sprache (Ton): Deutsch, Französisch, Englisch
Sprache (Untertitel): Deutsch
Entstehungsland: Deutschland, Frankreich
Drehorte: Frankreich, Norwegen, Polen
 
Filmrechte: Universum Film (Deutschland) | JMHSA (Schweiz)
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Hauptthema: Planet Erde Kinder- und familiengerechte Filme
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