Die Zukunft pflanzen

Wie können wir die Welt ernähren

Offizieller Filmbeschrieb

Wie können wir die Welt ernähren? Natürlich ökologisch und mit landschonenden Anbaumethoden.

Die rapide Zunahme der Bevölkerungszahlen erfordert einen Paradigmenwechsel zu agroökologischen Lösungsmodellen, um Fehlentwicklungen wie erschöpfte Böden und Wasserquellen, den Verlust von Artenvielfalt und den Umzug Millionen verarmter Bauern in städtische Elendsviertel zukünftig zu vermeiden.

Bei ihrer Recherche auf vier Kontinenten befragt Marie-Monique Robin ("Monsanto - Mit Gift und Genen", "Unser täglich Gift") Agronomen, Ökonomen und Vertreter internationaler Hilfsorganisationen und skizziert dringend benötigte Lösungsmodelle für eine der zentralen Fragen der Zukunft.

Hinweise zum Film

Filme zum Thema Welternährung gibt es bereits einige. Doch "Die Zukunft pflanzen" ist der erste, welcher wirklich zeigt, wie eine Versorgung der gesamten Erdbevölkerung mit biologisch produzierter Nahrung möglich ist - und zwar auch noch 2050 mit 9 Milliarden Menschen. Ein hochrelevanter Film!

Bewertung der Filmjury

"Die Zukunft pflanzen" ist ein angenehm unaufgeregter, flüssiger und interessanter Film.

Dank zahlreicher Interviews und Positivbeispiele aus den unterschiedlichsten Erdteilen besitzt der Film eine vielfältige Perspektive und schafft zuletzt auch eine Verbindung zu unserer eigenen Lebenswelt. "Die Zukunft pflanzen" ist kein problem- sondern ein lösungsorientierter Film und setzt daher beim Publikum ein entsprechendes Hintergrundwissen voraus.

Die Fakten und Zusammenhänge sind sehr gut recherchiert und basieren auf seriösen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Allerdings stellt der Film die Ergebnisse vermutlich etwas beschönigt dar und wirkt darum einseitig. Möglicherweise ist er deshalb nicht dazu geeignet, ein sehr kritisches Publikum zu überzeugen.

"Die Zukunft pflanzen" ist emotional berührend und inspirierend. Mit der betont globalen Perspektive schafft er auch einen Zugang zu einem kollektiven Bewusstsein.

Handwerklich ist der Film gut gelungen: logisch aufgebaut und toll strukturiert, angenehme Kameraführung, ästhetische Bilder mit gutem Inhaltsbezug und schöne Musik. Einzig der Spannungsverlauf ist sehr gleichmässig.

Weitere Rezensionen

In dem Film wird ein extrem wichtiges und brisantes Thema behandelt. Einige Beispiele sind sehr interessant und beachtenswert. Viele Fakten sind leider nicht korrekt oder – was immer viel schwieriger ist – nicht ganz korrekt bzw. unvollständig dargestellt. Nicht zu Wort kommen in dem Film beispielsweise ernstzunehmende Kritiker der extensiven Systeme und auch die Differenzierung zwischen unterschiedlichen Ertragspotentialen und verschiedenen sozialen sowie gesetzlichen Rahmenbedingungen wird nicht gemacht. Wieso bei der Weltagrarfläche nur der Ackerbau (1,5 Mrd ha) und nicht das viel größere Grünland (mehr als 3 Mrd ha) behandelt wird, bleibt unverständlich. Unbeachtet bleiben auch die Klimawirkung und der Arbeitskräftebedarf der Produktion. Der Film wird daher dem eigenen Anspruch auf die vielfach beschworene Systembetrachtung leider nicht gerecht. Ein häufiger Sachverhalt in der Diskussion um Systemvergleiche. Ein ganzheitlicher Ansatz wird proklamiert und dann erscheint in der Darstellung und Analyse auch wieder nur eine Betrachtung von zusammenhangslosen Einzelaspekten. – Pflanzenbau on Tour

Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Marie-Monique Robin
Produktion: ARTE, arte, Arte
Akteure: David Pimentel, Catherine Ganzleben
 
Entstehungsjahr: 2012
Dauer: 90 min
Sprache (Ton): Deutsch, Französisch
Sprache (Untertitel): Englisch
Entstehungsland: Frankreich
Drehorte: Deutschland, Frankreich, Japan, Mexiko, Vereinigte Staaten, Belgien, Malawi, Senegal
Unsere Altersempfehlung: 16
 
Filmrechte: Gabriele Purr, Arte G.E.I.E ()

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Tags

Hauptthema: Permakultur
Nebenthema: Bio Ernährungssicherheit Resilienz
Erwähnungen: Ökologie Nachhaltigkeit Bevölkerung Bauer Ökonomie Zukunft Agronomie
Themenseite(n): Permakultur

Bewertung

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Wissenschaftlichkeit + journalistische Leistung

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