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4.4/6

The Economics of Happiness

“The Economics of Happiness“ beschreibt eine Welt, die sich gleichzeitig in zwei entgegengesetzte Richtungen bewegt. Regierungen und Grossunternehmen fördern weiterhin die Globalisierung und die Konsolidierung der Macht der Konzerne.

Gleichzeitig widersetzen sich Menschen auf der ganzen Welt dieser Politik - und beginnen fern von den alten Institutionen der Macht, eine ganz andere Zukunft zu schmieden. Gemeinschaften kommen zusammen, um eine menschlichere, ökologische Wirtschaft aufzubauen, auf der Grundlage eines neuen Paradigmas - eine Ökonomie der Lokalisierung.

Dieser Film eignet sich für Berufsschulen, Gymnasien und Lehrpersonen sowie für gebildete MultiplikatorInnen und als Weitergabe-DVD. Sinnvoll ist in jedem Fall eine Vor- oder Nachbereitung der Inhalte, da im Film alles sehr schnell geht.

“The Economics of Happiness“ ist ein recht unterhaltsamer, seelisch und sensorisch anregender Film mit eher wenig intellektuellem Anspruch.

Inhaltlich geht der Film stark in die Breite und zeigt viele Zusammenhänge der Globalisierung auf. Das hochrelevante Thema betrifft uns und unsere Lebenswelt ganz direkt, und so kommen die vielen im Film gezeigten besseren Wege und vorbildlichen Beispiele besonders gut an.

Allerdings werden viele der aufgestellten Behauptungen nicht hinreichend begründet oder durch wissenschaftliche Fakten hinterlegt, und so entsteht ein recht undifferenziertes Schwarz-Weiss-Bild von einer "bösen", globalisierten Wirtschaft im Gegensatz zur heilen Welt von lokalen Kulturen. Zeitweise wirkt der Film fast missionarisch. Das ist schade, denn die Hauptaussage, dass Wachstum nicht als Massstab für Glück geeignet ist, ist sehr interessant und aktuell.

“The Economics of Happiness“ ist berührend, weckt eine globale Perspektive und starke Wertschätzung für die natürliche Umwelt und öffnet den Zugang zu einem kollektiven Bewusstsein.

Handwerklich lässt sich nicht viel an dem Film aussetzen (die eher unprofessionelle Kameraführung einmal ausgenommen), er ist aber auch nicht von überragender Qualität. Vor allem die ästhetischen Bildaufnahmen stechen positiv hervor.

Regie: Helena Norberg-Hodge, Steven Gorlick, John Page
Drehbuch: Helena Norberg-Hodge, Steven Gorlick, John Page
Produktion: Helena Norberg-Hodge, International Society for Ecology & Culture (ISEC)
Akteure: Dr. Vandana Shiva, Bill McKibben, Zac Goldsmith, Jan Barham, Ronald Colman, Daniel Greenberg, Charles Simmons, Balaji Shankar, Mohau Pheko, Samdhong Rinpoche
 
Entstehungsjahr: 2011
Dauer: 68 min
Unsere Altersempfehlung: 14
Sprache (Ton): Englisch
Entstehungsland:
Drehorte: Deutschland, Frankreich, China, Japan, Indien, Vereinigte Staaten, Nicaragua, Thailand
 
Filmrechte: Local Futures ()
  • Dieser Film kann oben kostenpflichtig angeschaut werden.
  • Dieser Film darf für gemeinnützige Zwecke gratis vorgeführt werden

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Hauptthema: Multinationale Wirtschaft & Fairtrade
Nebenthema: Suffizienz
Erwähnungen: Globalisierung Nachhaltigkeit Wirtschaft Ökonomie Konzerne Artensterben Wirtschaft
Themenseite(n): Multinationale Wirtschaft & Fairtrade

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Wissenschaftlichkeit + journalistische Leistung

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