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Spaltprozesse

»Spaltprozesse« kennzeichnen das Leben in der Oberpfalz; Spaltprozesse vollziehen sich unter den Menschen in der ländlichen Region um die geplante Wiederaufarbeitungsanlage (WAA): Seit Bekanntwerden des endgültigen Standorts der WAA am 4. Februar 1985 haben viele Oberpfälzer ihre gewohnten Bahnen verlassen.

Der Film eröffnet einen tiefen Einblick in landschaftliche, ökologische Zerstörung, schildert die mit dem Bau einer WAA verknüpften atompolitischen Absichten, verdeutlicht die Gefährdung der Bevölkerung durch radioaktive Schadstoffemissionen. Dabei stehen die bedrohten Menschen der Region in ihren persönlichen und politischen Veränderungsprozessen eindeutig im Vordergrund. Ehemals staatsgläubige Bürger wandeln sich in zaghafte Radikale. Beamtinnen, Hausfrauen und Mütter zeigen ein politisches und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein, das über ihre anfängliche reine Empörung weit hinausreicht. Männer in lokaler Honoratiorenstellung scheuen weder offene Worte noch aktive Solidarität mit »Chaoten« bei CS-Gaseinsätzen am Bauzaun. Menschen äußern ihre ohnmächtige und kämpferische Wut bei sich zu Hause wie auch Auge in Auge mit bewaffneten, schildbewehrten Polizisten inmitten von bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen.

Regie: Betram Verhaag, Claus Strigel
Drehbuch: Betram Verhaag, Claus Strigel
Produktion: DENKmal Film, Pro-Jekt Filmporduktion
Musik: Rio Reiser, Konstantin Wecker
 
Entstehungsjahr: 1987
Dauer: 96 min
Unsere Altersempfehlung: 16
Sprache (Ton): Deutsch
Entstehungsland: Deutschland
Drehorte: Deutschland
 
Filmrechte: DENKmal Film Verhaag GmbH ()
  • Dieser Film kann oben kostenpflichtig angeschaut werden.

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Hauptthema: Energie Potential Mensch
Nebenthema: Atomenergie Mut Politik Zusammenarbeit Aktivismus
Erwähnungen: Nuklear Aktivismus Polizei Widerstand Politik Energie

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