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3.5/6

Gaming the Real World

Können Spiele die Welt verändern? Können Videospiele genutzt werden, um den Bewohnern, vor allem jungen Menschen, zu helfen, sich an der Planung zu beteiligen und ihre eigenen Städte zu errichten, wenn die Städte überall mit dem Bevölkerungswachstum zu kämpfen haben, das die zunehmende Verstädterung mit sich bringt?

Heute werden öffentliche Räume und ganze Städte mit Hilfe von Spielen gestaltet, geplant und gespielt. Das Ergebnis dieser"zivilen Spielerei" ist, dass Stadtarchitektur und Stadtplanung demokratisiert werden. Städte sind zum Nullpunkt für digitale Innovationen geworden, und die Debatte darüber, wie sich unsere Städte entwickeln, ist plötzlich viral geworden.

Wir folgen drei Spielefirmen, die sich durch den Raum bewegen, in dem Stadtplanung und Spiele aufeinandertreffen. Lydia Winters beim Spieleentwickler Mojang, den Machern von Minecraft, Paradox Interactive und dem Spiel Cities: Skylines und José Sanches und seinem Indie-Spiel Block'hood. Wie werden unsere Städte in 20-100 Jahren aussehen?

Unsere Filmjury gibt "Gaming the Real World" inhaltlich eine gemischte Bewertung, da der Film Zusammenhänge zu wenig klar aufzeigt und nur über einen kurzen Abschnitt mit direktem ökologischen Bezug verfügt. Positiv hervorgehoben wird hingegen, dass ein relevantes Thema beleuchtet wird, das in der Öffentlichkeit bis anhin kaum Beachtung gefunden hat, und dass neuartige Lösungsansätze präsentiert werden.

Der Film ist inhaltlich anregend und dank seiner ansprechenden Erzähltechnik und eines logisch aufgebauten Argumentationsbogen angenehm anzuschauen. Inhaltliche Aussagen werden durch passende Bilder untermauert. An der handwerklichen Qualität des Filmes gibt es nichts auszusetzen, sie sticht jedoch auch nicht besonders hervor.

"Gaming the Real World" überzeugt durch seine Sachlichkeit, bleibt aber leider oft eher oberflächlich und schafft es nicht eine umfassende Sichtweise zum Thema zu vermitteln. Kritiker des Ansatzes kommen nicht zu Wort.

Da der Film thematisch eher eng gefasst ist, wird sich nicht jeder im gleichen Masse angesprochen fühlen. Für Interessierte ist er aber sicher inspirierend und ermutigt dazu, sich persönlich zu engagieren. Unabhängig davon, ob man sich für Games interessiert, eröffnet "Gaming the Real World" eine positive und ermutigende Zukunftsvision.

Regie: Anders Eklund
Produktion: Mats Billberg Johansson, Luckyday
Musik: Pär Davisson
Akteure: Lydia Winters, Jörgen Hallström, David Bergström, Emil Andersson, Thomas Melin, Vu Bui, Pontus Westerberg, Eric Gordon, Susanna Pollack, Asi Burak, José Sanchez, Phil Hoad, Mariian Hallikainen, Jakob Munthen, Vikas Metha, Gentaro Makinoda, Charles Gachanga, Biayna Bogosian, Harrison S. Fraker, Taylor Harris, Jason King, Karoliina Korppoo, Richard Lemarchand, John Rickne, Dan Richardson
 
Entstehungsjahr: 2016
Dauer: 72 min
Unsere Altersempfehlung: 14
Sprache (Ton): Englisch
Entstehungsland: Schweden
Drehorte: Kenia, Vereinigte Staaten, Schweden, Nepal
 

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Hauptthema: Innovation Potential Mensch Urbanisierung + intelligente Städte
Nebenthema: Do It Yourself Infrastruktur Quartiere Stadtentwicklung Zusammenarbeit Aktivismus
Erwähnungen: civic gamification Spiele virtuelle Technologie Gemeinde Stadtentwicklung urban Ermächtigung Minecraft Block'hood Mojang Paradox Interactive Videospiele PC xBox Playstation Gamer
Themenseite(n): Urbanisierung + intelligente Städte

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