Die unbequeme Wahrheit über unsere Ozeane

Wo ist all der Fisch hin?

Offizieller Filmbeschrieb

Dieser Film ist ein Weckruf an die ganze Welt. Jeder der Fisch liebt, sich um die Ozeane sorgt und sich um das gesamte Ökosystem Erde kümmert, wird in diesem faszinierenden, aber auch ernüchternden Film mit vielen spannenden und teilweise unbekannten Informationen bedient. Die Überfischung der Meere führt in eine Welt ohne Fische mit dramatischen Folgen für uns alle. Der Filmemacher Rupert Murray filmte 2 Jahre rund um den Globus und ging dabei Themen wie moderner Fischfangmethoden, mangelnde Regulationen und Fangquoten, schlechter Kontrolle und illegalem Fischen nach. Ein wichtiges Thema ist auch die drohende Ausrottung des Thunfisches, ausgelöst durch die steigende Nachfrage nach Sushi. Die Auswirkungen auf das Gleichgewicht der gesamten Meerespopulation sind fatal.

Der Film basiert auf dem Buch "The End of the Line: How Overfishing Is Changing the World and What We Eat" von Charles Clover und kann durch die eindrücklichen Bilder und die packende Erzählung die Hauptaussage noch viel besser vermitteln, als dies im Buch geschieht.

Der Film "Die unbequeme Wahrheit über unserer Ozeane" stösst wichtige Denkprozesse an, die den Betrachter beim nächsten Fischkauf bestimmt zweimal über die Herkunft und den Fischkonsum allgemein nachdenken lassen.

Hinweise zum Film

"Die unbequeme Wahrheit über unserer Ozeane" von Rupert Murray lässt Wissenschaftler aufzeigen, dass, wenn wir so weiterfischen wie bisher, wir das Ende von Fisch und Meersfrüchten in etwa um 2048 erleben werden. Der Film macht dafür unbewusst einkaufende KonsumentInnen, PolitikerInnen, welche Rat und Einsprüche der Wissenschaft ignorieren, quotenbrechende und illegal fischende Fischer und die globale Fischindustrie (EU!) verantwortlich.

Als Beispiele zeigt der Film, wie in Neufundland die Nachfrage nach Kabeljau den einst reichhaltigen Bestand dieser Spezies beinahe ausgerottet hat, wie Hightech-Flotten alle Fluchtwege für Fischschwärme blockieren, sowie die "nachhaltige" Fischzucht, welche nicht ganz so nachhaltig ist, wie allgemein angenommen.

"Die unbequeme Wahrheit über unserer Ozeane" zeigt einfache Lösungen, die aber politischen Willen und Aktivismus voraussetzen, um international Erfolg zu haben. Fischerei muss kontrolliert werden, in dem die Anzahl Boote / Flotten begrenzt wird, Meeresschutzgebiete eingerichtet und KonsumentInnen besser informiert werden, dass sie die Wahl haben auch Fisch aus nachhaltiger Fischerei zu kaufen. (In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass das im Film und vom WWF propagierte MSC-Label nicht wirklich nachhaltig ist, weil es Grundschleppnetz-Fischerei erlaubt.)

Bewertung der Filmjury

"Die unbequeme Wahrheit über unserer Ozeane" ist ein intelligenter und anregender, relativ unterhaltsamer Film. Geeignet für den Unterricht an Mittel- und Hochschulen, für Lehrpersonen und gebildete MultiplikatorInnen sowie als Weitergabe-DVD.

Das sehr aktuelle Thema der Überfischung wird glasklar vermittelt, deren Dimension gut sichtbar gemacht. Gut recherchiert und dokumentiert, mit vielen Interviews und nachvollziehbaren Verbindungen zur eigenen Lebenswelt, zeigt "Die unbequeme Wahrheit über unserer Ozeane" auch verschieden Lösungsansätze auf.

Das vermittelte Wissen wird angemessen relativiert, der menschliche Einfluss auf das Ökosystem Erde wird überaus anschaulich. Zahlreiche Beispiele erhöhen den journalistischen Wert.

Nicht zuletzt wirkt "Die unbequeme Wahrheit über unserer Ozeane" auch emotional sehr stark und inspirierend. Der Film weckt eine globale Perspektive, in der Achtung und Wertschätzung für die Schöpfung einen erhöhten Platz finden und schafft es, ein starkes Gefühl der Verantwortlichkeit zu wecken.

Der logische Aufbau des Filmes ist einleuchtend, die Dramaturgie spannend. Die ästhetisch eindrücklichen, teilweise einzigartigen Bilder und Szenen sind von hohem Inhaltsbezug, Schnitt, Kameraführung und Musik sind durchwegs gut.

Weitere Rezensionen

Eine unbequeme Wahrheit über die Ozeane. – The Economist

Jeder sollte diesen Film sehen. – The Times

Gruseliger als 'Der Weisse Hai'... Eine Doku, die man gesehen haben muss. – Sunday Express

Hochwichtig, gut recherchiert, unparteiisch: Ein Film, der unseren uralten Glauben an die Ozeane als unversiegbare Resource zerrüttet und einen überzeugende Darlegung liefert, dass die bedeutendsten Spezies von essbarem Fisch zur Ausrottung bestimmt sind. – New York Times

Ein Plädoyer für unsere Meere. – Zeit Wissen

Wie unsere Liebesaffäre mit Meeresfrüchten die Ozeane der Welt verwüstet. – Daily Mirror

Prädikat besonders wertvoll. – Deutsche Film- und Medienbewertung

Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Rupert Murray
Drehbuch: Charles Clover
Produktion: Tiberius Film, Claire Lewis, George Duffield
Musik: Srdjan Kurpjel, Marios Takoushis
Akteure: Melanie Laurent, Charles Clover, Ben Bradshaw, Roberto Mielgo Bragazzi, John Crosbie, Haidar El Ali, Ray Hilborn, Jeffrey Hutchings, Mélanie Laurent, Manolo Pacheco Luis, Patricia Majluf, Jahn T. Maxwell, Adama Mbergaul, Hardy McKinney, Masanori Miyahara, Matthew Moir, Brian Mulroney, Richie Nota, Jamie Oliver, Stephen R. Palumbi, Daniel Pauly, Pete Petersen, Callum Roberts, Yvonne Sadovy, Ted Stevens, Rashid Sumaila, Serge Tudela, Boris Worm, Steve Palumbi, Peter Redmond
 
Entstehungsjahr: 2009
Dauer: 82 min
Bildformat: 17:9
Sprache (Ton): Deutsch, Englisch
Sprache (Untertitel): Deutsch
Entstehungsland: Vereinigtes Königreich
Drehorte: Kanada, Hongkong, Japan, Italien, Peru, Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich, Bahamas, Luxemburg, Senegal
Unsere Altersempfehlung: 16
 
Filmrechte: neuzeitmedia Film- & Medienagentur (Schweiz, Deutschland)

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Hauptthema: Ökosystem Meer
Nebenthema: Artenvielfalt Subventionen Überfischung
Erwähnungen: Fisch Überfischung Ausrottung Ozeane Hochseefischerei Industrie Thunfisch Blauflossenthunfisch
Themenseite(n): Essen global Ökosystem Meer Filmfenster Oceans

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