Der letzte Fang

Ein Dokumentarfilm über den europäischen Blauflossen-Thunfisch und seine akute Bedrohung durch Überfischung.

Offizieller Filmbeschrieb

"Der letzte Fang" ist ein investigativer Ökothriller zum Thema Thunfischfang. Von den Fanggründen in libyschen Gewässern, über die Mastfarmen und Schlachtanlagen vor den Mittelmeerküsten, bis zu den Auktionen in Japan begleitet der Regisseur Markus CM Schmidt den Fischfang-Experten Roberto Mielgo bei dessen Recherchen.

Mielgo, der selbst jahrelang im Thunfisch-Business tätig war, setzt sich mittlerweile für den Schutz der Spezies und für einen ökologisch tragbaren Fischfang ein. Sein aussichtslos erscheinender Kampf gegen die Überfischung eröffnet tiefe Einblicke in ein System, welches mit der traditionellen Vorstellung von Fischerei nicht mehr viel zu tun hat.

Die durch das Einfrieren gegebene Möglichkeit der langen Haltbarkeit hat den Fisch zu einer Handelsware werden lassen, mit der an den internationalen Märkten spekuliert wird. Die enormen Lagerbestände ermöglichen es wiederum, die Preise zu steuern und durch deren Schwankungen Gewinne zu erzielen. So hat sich mit der Zeit eine mächtige Lobby entwickelt, die großen Einfluss auf die betreffende Gesetzgebung hat.

Für Mielgo ist das Thunfisch-Geschäft exemplarisch für den "wild gewordenen Neo-Liberalismus". Die Gesetze und Restriktionen scheinen völlig unzureichend, um die Überfischung zu verhindern. Mittlerweile ist der völlige Kollaps der weltweiten Thunfischpopulation wohl unausweichlich. Jahr für Jahr gehen die Bestände zurück, zumal immer häufiger Jungtiere gefischt und somit die Reproduktion zusätzlich eingeschränkt wird. Die Fischereikonzerne treibt es deshalb in immer entlegenere Fanggebiete, kleinere Betriebe können sich – insbesondere aufgrund des hohen Preisdrucks – kaum noch über Wasser halten.

Neben einer klugen Erzählstruktur und geschickten Verknüpfung der Recherche-Ergebnisse besticht "Der letzte Fang" vor allem durch die Kraft seiner Bilder und eine ausgereifte cineastische Bildsprache.

Weitere Rezensionen

Bester Internationaler Dokumentarfilm – Cinemambiente Turin 2013

Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis – NaturVision Filmfestival 2013

Publikumspreis – NaturVision Filmfestival 2013

2. Platz / Sektion Bester Dokumentarfilm – SiciliAmbiente Documentary Film Festival 2013

Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Markus CM Schmidt
Produktion: Mindjazz Pictures, Lichtblick Film, Carl-Ludwin Rettinger
Musik: Niko Schabel
Akteure: Roger Del Ponte, Raphael Scannapieco, Roberto Mielgo Bregazzi, Raphaël Scannapieco, David del Ponte, Janvier Scannapieco, Mohamed Arab, Mimoun Zryouhi, Badara Sarr, Nacer Mehal, Pierrot Calzada, Yvon Puttevils, Gwendal le Fol, Stéphan Beaucher, Luigia Cauquil, Joseph Caruana, Laurie Schembri, Marvin Bugeja, Yukitaka Yamaguchi, François Chartier
 
Entstehungsjahr: 2013
Dauer: 85 min
Bildformat: 16:9
Sprache (Ton): Japanisch, Deutsch, Französisch, Englisch
Sprache (Untertitel): Deutsch, Französisch, Englisch
Entstehungsland: Deutschland
Unsere Altersempfehlung: 12
 
Filmrechte: mindjazz pictures (Deutschland) | Autlook Film Sales ()

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Tags

Hauptthema: Ökosystem Meer
Nebenthema: Überfischung
Erwähnungen: thunfisch mastfarmen japan fischfang Ökologie industrie konzerne
Themenseite(n): Ökosystem Meer

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