Der Fuchs und das Mädchen

Offizieller Filmbeschrieb

Nach seinem Oscar-gekrönten Dokumentarfilm "Die Reise der Pinguine" beeindruckt der Franzose Luc Jacquet erneut mit einem einzigartigen Naturerlebnis: Der Fuchs und das Mädchen erzählt in eindrucksvollen Landschafts- und Tieraufnahmen die Geschichte eines jungen Mädchens, das Freundschaft mit einem Fuchs schließt.

Das Mädchen Lila verbringt so viel Zeit wie möglich in der freien Natur. Als sie auf ihren Wanderungen eines Tages einem Fuchs begegnet, ist sie sofort fasziniert von dem wunderschönen Tier und nimmt seine Fährte auf. Zunächst fesselt sie ein gebrochener Knöchel über die Wintermonate ans Bett. Doch Lila nutzt die Zeit, um alles über Füchse und ihr Leben zu lesen, und wird zu einer ausgewiesenen Expertin. Im Frühjahr nimmt sie die Spur ihres Fuchses, der sich als Weibchen mit einem Wurf Junge entpuppt, wieder auf, und nach und nach kommen sich Mensch und Tier näher. Gemeinsam erleben die beiden in der unberührten Idylle des Waldes aufregende Abenteuer. Doch schließlich muss Lila trotz aller Nähe erkennen, dass ihr Fuchs ein wildes Tier bleibt, das sich nicht zähmen und ihrem Willen unterwerfen lässt.

Über den Verlauf der vier Jahreszeiten hinweg zeigt Regisseur Jacquet in einer fiktiven Geschichte - jedoch mit deutlich dokumentarischem Ansatz - die behutsame Annäherung von Mensch und Tier. An der Seite des Fuchses entdeckt Lila – und mit ihr die Zuschauer – eine wilde und geheimnisvolle Natur und fängt an, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Fast märchenhaft erscheint die Freundschaft der beiden, die den Zauber der Kindheit einfängt bzw. Erinnerungen an die Zeit wieder aufsteigen lässt, als man selbst frei und ungebunden, immer bereit zu neuen Entdeckungen, durch die Natur stromerte. Eine anrührende Geschichte über unseren Umgang mit der Natur, die Respekt und Rücksichtsnahme von den Menschen einfordert.

Hinweise zum Film

Der Film wurde in den Abruzzen in Italien und auf dem Plateau de Retord in Ain gedreht, welches der Regisseur gut kennt, denn er verbrachte einige Zeit hier im Sommer in seiner Jugend. Die Füchse im Film wurden von sechs Tieren gespielt: Titus, Sally, Ziza, Scott, Tango and Pitchou.

Weitere Rezensionen

Der Film […] (wirkt) zu Beginn heftig überzuckert. Doch wer sich davon nicht abschrecken lässt, kann seine Aufmerksamkeit ganz auf die wunderbaren Landschafts- und Tieraufnahmen richten, die Jacquets Stärke sind. […] die ‚Vermenschlichung‘ von wilden Tieren (hat) gewisse Grenzen. Man wünschte sich, dass auch Luc Jacquet diese Lektion lernt. – Berliner Morgenpost

Märchenhaftes, packend erzähltes Naturabenteuer um die in überwältigende Aufnahmen erfasste, anrührende Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Nach seinem großen Welterfolg Die Reise der Pinguine bleibt Luc Jacquet auch in diesem Spielfilm nah am Dokumentarischen. – Süddeutsche Zeitung

Die problematische Vermenschlichung der Tierwelt, wie man es als Stilmittel auch aus unzähligen Disney-Filmen kennt, ist auch bei Luc Jacquet ein Thema. […] Eingebettet in eine Art märchenhafte, überstilisierte Erzählung entfaltet der Film ganz allmählich seine Botschaft. Und die handelt von einem Naturverständnis, das nicht auf Hierarchie und Besitz gründet, sondern auch gerade von Seiten der Menschen Respekt und Rücksichtsnahme einfordert. Dafür findet Jacquet großartige Bilder aus der Tierwelt, die, mit enormem Aufwand gedreht, sich zu einer ebenso spannenden wie stimmigen Geschichte fügen. – General-Anzeiger Bonn

Der behutsame, sehr zurückgenommen inszenierte Film konzentriert sich ganz auf das Dreiecksverhältnis zwischen Natur, Fuchs und Mädchen, wobei der Erzählstimme aus dem Off eine wichtige dramaturgische Funktion zukommt. Ein Glücksfall in Sachen Natur-Annäherung in Form eines semidokumentarischen Spielfilms, in dem es um die Bedeutung von Freiheit für Mensch und Tier geht. – Kinotipp der katholischen Filmkritik

Das ist ohne Frage beste Koste für die Familie, aber obwohl Jacquet es schafft, den kindlichen Sinn für Wunder und die Neugierde zu vermitteln, ist es kein Kinderfilm, denn es hat auch mehrere genial erschreckende Momente. Der Fuchs, den das Mädchen Lily nennt, ist nicht nur einmal in ernsthafter Gefahr. Und die Nacht, die das Mädchen im Wald verbringt, verloren und umgeben von gruseligen Geräuschen, kann für Alpträume sorgen. Und das beinhaltet noch nicht mal das Ende, wenn das Kind – so wie es Menschen tun, wenn sie mit süssen, pelzigen Kreaturen (und der Fuchs ist sehr ansprechend) konfrontiert werden – darüber nachdenkt, Lily aus ihrer Welt zu entreissen und sie mit in die Welt der Menschen mit zu nehmen. Abgesehen von dieser Warnung ist "Der Fuchs und das Mädchen" ein Stück wunderbare Unterhaltung. – Sam Graham

Jacquet spricht in Bilder – und nur in Bildern. Selten war die französische Landschaft so herrlich auf der Leinwand zu sehen. Es bewegt visuell und emotional. Vorzugeben, man hat das direkt vor den Augen ohne es zwangsläufig zu sehen und es zu schätzen zu wissen, ist ein indirekter Erfolg des Films vom Jacquet. Beschaulich, heiter und lehrreich – dieser Appell des Waldes stellt sich heraus als Pass für die Flucht aus der Realität und zum Nachdenken. – Première

Zu sagen, dass das Publikum ungeduldig auf seinen neuen Spielfilm gewartet hat, ist ein Euphemismus. Es wird nicht enttäuscht sein: Es ist wieder ein aussergewöhnliches Abenteuer, in das uns der "Cineast der Natur" einlädt. Aus eigener Erfahrung hat Luc Jacquet die Intrige dieser erschütternden Erzählung von Einfachheit und Gerechtigkeit konstruiert. – Le JDD

Ein Hauch von frischer Luft und reiner Liebe. – Le Parisien

Geheimnisvoller als die Wildnis – für diese schöne Reise in das Herz der Natur nimmt sich Luc Jacquet die Zeit, die er zum filmen braucht. Zwischen Saint-Exupery und Lewis Carroll, eine fesselnde Erzählung mit Moral, wahrhaftig entzückend für Gross und Klein. – Télé 7 Jours

Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Luc Jacquet
Drehbuch: Luc Jacquet, Eric Rognard
Produktion: Bonne Pioche, France 3 Cinéma
Akteure: Bertille Noël-Bruneau, Isabelle Carré, Thomas Laliberté
 
Entstehungsjahr: 2007
Dauer: 92 min
Bildformat: 21:9
Sprache (Ton): Deutsch, Französisch, Englisch
Sprache (Untertitel): Deutsch, Englisch, Spanisch
Entstehungsland: Frankreich
Drehorte: Frankreich
Unsere Altersempfehlung: 8
 

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Tags

Hauptthema: Kinder- und familiengerechte Filme
Nebenthema: Mut Wildnis Wildtiere
Erwähnungen: Fuchs Bär Wolf Mädchen Wald wild ungezähmt
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