Abgefüllt

Offizieller Filmbeschrieb

Ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser ein Grundrecht oder eine Ware, die gekauft und verkauft werden darf wie jedes andere Konsumgut?

Diese topaktuelle Dokumentation führt Sie hinter die Kulissen einer Multi-Millionen-Industrie, deren Ziel es ist, allgemein zugängliche Quellen aufzukaufen, um das Wasser abzufüllen und im Supermarkt zu verkaufen.

Angefangen bei der Produktion von Plastikflaschen, von denen viele im Meer landen und von Fischen verschluckt werden über die übermächtigen Lebensmittelkonzerne bis hin zu den Gemeinden, denen im wahrsten Sinne des Wortes "das Wasser abgegraben“ wird.

Hinweise zum Film

Wahrscheinlich der allerbeste Film zum Thema Wasser in Flaschen, da er vielschichtig ist: Es wird nicht nur eine Firma angegriffen, sondern mehrere beleuchtet. Die PET-Flaschen und deren problematische Produktion und Nicht-Entsorgung werden angeschaut. (Un)demokratische und globale Prozesse werden angesprochen. Ein ziemlich vollständiger und ausgeglichener Film im Vergleich zu anderen wie "Flow", "Bottled Life" oder einigen deutschen Produktionen, welche meist nur einen Aspekt des Ganzen beleuchten.

"Abgefüllt" eignet sich sowohl zur Vorführung in Schulen (ab Sekundarstufe), an Universitäten und in Firmen als auch für Events und als Weitergabe-DVD.

Bewertung der Filmjury

"Abgefüllt" ist ein intelligenter und anregender Film, der flüssig anzuschauen ist.

Obgleich die Thematik nicht völlig neu ist, wurde sie bisher eher selten aufgegriffen. Der in Bezug auf unsere Lebensgrundlage hochrelevante Film überzeugt inhaltlich sehr stark mit seiner journalistischen und dokumentarischen Leistung. Er vermag Zusammenhänge gut zu vermitteln und stellt eine Verbindung zu unserer eigenen Lebenswelt her. Positivbeispiele und Alternativen werden hingegen nur recht spärlich aufgezeigt.

Wissen und Fakten werden klar vermittelt, der Einfluss der Menschen auf ihre Umwelt und dessen Auswirkungen auf das dynamische System wird gut veranschaulicht. Aus wissenschaftlicher Hinsicht ist zu kritisieren, dass die momentanen Erkenntnisse kaum angemessen relativiert werden und die Situation etwas einseitig dargestellt wird.

Auf emotionaler Ebene spricht "Abgefüllt" zwar durchaus an, schafft es aber nur teilweise, zum Handeln zu inspirieren und ein kollektives Bewusstsein herzustellen.

Der Film ist logisch und relativ spannend aufgebaut, besonders überzeugen die ästhetisch ansprechenden und teilweise einzigartigen Bilder und Szenen sowie die Musik. Schnitt und Kameraführung sind eher durchschnittlich.

Weitere Rezensionen

Die Wahrheit über Wasser in Flaschen. – DC Organic Food Examer

Spannende Doku, die über das Milliardengeschäft mit Wasser aufklärt. – Greenpeace Magazin

Wer diesen Film gesehen hat, wird in seinem Leben nie wieder eine Plastik-Flasche Wasser kaufen. – feelGreen.de

Öffnet einem die Augen, ist informativ und unglaublich wichtig zu sehen. "Abgefüllt" ist ein weiteres Beispiel dafür, welches Potential Filme haben zu inspirieren. Dies ist eine leidenschaftliche Dokumentation, gut umgesetzt von engagierten und intelligenten Stimmen die Sie in ihrem Film informieren und unterhalten. Sehen Sie ihn! – Ben Lyons, E! Entertainment & At the Movies

Erleuchtend, gut recherchiert und lebendig. Dokumentationen wie "Abgefüllt" kommen immer wieder einmal daher, um Bewusstsein zu schaffen, die Öffentlichkeit zu informieren und den Nebel der Propaganda zu beseitigen. – Avi Offer, NYC Movie Guru

Da ist ein nicht ganz so neuer Butzemann in der Stadt und es ist das Geschäft mit dem Wasser in Flaschen, dessen beunruhigende Tentakeln werden überzeugend aufgedeckt von der Regisseurin Stephanie Soechtig in ihrer kompakten, klar durchdachten Dokumantation "Abgefüllt". Soechtigs warnende Geschichte wird gut unterstützt durch die Interviews mit verschiedenen Aktivisten, Umweltschützern, Gemeindevorstehern und besonders mehreren Kleinstadt-Bewohnern, deren Gesundheit und Wohlbefinden durch die Eingriffe der Wasser-in-Flaschen-Industrie beeinträchtigt wird. Wenn ihre Geschichten Sie nicht davon überzeugen, das Dasani-Wasser stehen zu lassen, anschauliche Szenen, die zeigen, wie der Abfall von abgefülltem Wasser unsere Ozeane in eine Plastik-Suppe verwandeln, werden es tun. – Los Angeles Times

Technische Daten und Aufführungsrechte...

Regie: Stephanie Soechtig, Jason Lindsey
Drehbuch: Jason Lindsey
Produktion: Stephanie Soechtig, Sarah Gibson, Michael Walrath, Michelle Walrath
Musik: Jason Brandt
Akteure: Charles Moore, Jim Wilfong, Wennonah Hauler, Howard Dearborn, Emily Fletcher, Bridie McGreary, Dennis Kucinich, Ruth Caplan, Christopher Williams, Cat Warren, Eugene Brown, Shirley Franklin, Sally Bethea, Wayne Owen, Merrigail Owen, Amanda Brown, Joe Doss, Elizabeth Royle, Earl Blumenauer, Barbara Lippert, Craig Stevens, Adrianna Quintero, Neil Carman, Suzie Canales, Robert Bullard, Bobi Miller, Jim Miller, Horace Smith, Melissa Jarrell, Ruben Washington, Dennis Sabourin, Lauren Robin, David Michaels, Jane Houlihan, Stephen King, Frederick vom Saal, Mike Herndon, Betty McLaughlin
 
Entstehungsjahr: 2009
Dauer: 75 min
Bildformat: 16:9
Sprache (Ton): Deutsch, Englisch
Sprache (Untertitel): Deutsch
Entstehungsland: Vereinigte Staaten
Unsere Altersempfehlung: 12
 
Filmrechte: Atlas Films () | Tiberius Film GmbH (Deutschland)

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Tags

Hauptthema: Wasser
Nebenthema: Externalisierung Plastik Trinkwasser Wasserkreislauf Aktivismus
Erwähnungen: quelle pet trinkwasser nestle industrie supermarkt meer
Themenseite(n): Wasser

Bewertung

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